Heimatverein_Kopf01

 

Interessierte Besuchergruppen

haben die Möglichkeit, nach vorheriger Termin- und Detailabsprache (z. B. über mögliche Bewirtung) das Heimathaus und die angeschlossenen Museumsbereiche im Tabakschuppen, Scheune, Stellmacherwerkstatt, Speicher und Göpel zu besichtigen.

Tel.: 05442-501041.
 

Geschichte Meyer-Köster (Kurzfassung)

Die Straße Roggenberg im Flecken Barnstorf gehört zum ältesten Siedlungsgebiet des Ortes. Dort liegt das Haus Nr.30 (alte Hausnummer), es ist heute das ”Meyer-Köster-Haus”, Roggenberg Nr.15.

Die Geschichte unseres Heimathauses lässt sich bis 1669 im ältesten Kirchenbuch zurückverfolgen (Buch beginnt 1669).

Der letzte Namensträger Hasselmann starb 1823 (seine Ehefrau +1842). Seine Tochter und Hoferbin Margarethe Dorothee Hasselmann (Kösters Margarethe) heiratete 1827 den Nachbarssohn  Johann Hermann Heinrich Meyer (Röpern Heinrich) vom Hofe Röper-Meyer (heute Schweitzer auf dem Roggenberge) er war Spinnrad-Drechsler, Bürger und Ackerbürger.

Seit 1827 also sprach man von ”Köster Meyers” schrieb aber ”Meyer Köster”.
Heinrich Ludwig  Meyer-Köster *1891, heiratet 1928 Röschen Wienke *1904.

Er lässt sich 1928 mit Ermächtigung des Justizministers seinen  Familiennamen ”Meyer-Köster” vom Amtsgericht Diepholz bestätigen.

Er wurde kein Landwirt, sondern erlernte den Beruf des Tabak-Kaufmanns. Er war zunächst Teilhaber, später Alleinbesitzer der „Bremer Metallgießerei” (Gelbgießerei), die im 2.Weltkrieg völlig zerstört wurde - kein Neuaufbau -.

Infolgedessen  zog er 1945 mit Ehefrau‚ Tochter Rita *1931, Tochter Gerda *1933 und Sohn Jürgen *1939 in sein Elternhaus auf dem Roggenberg in Barnstorf, wo seine beiden Eltern noch lebten.

Seit 1948 betrieb er Tabakanbau auf seinen elterlichen Ländereien (heute Gelände der Wintershall), der Tabaktrockenschuppen wurde erbaut. Die goldgelb getrockneten Tabakblätter in Tabakballen gepresst, kaufte die Firmen Rothmann/ Darmstadt und Tabakgroßhandel Brinkmann/Bremen.

Einige Jahre später begann Ludwig Meyer-Köster mit intensiver Geflügelzucht, richtete den Tabakschuppen für die Hühnerhaltung ein und errichtete  auf seinem Hofgelände einen großen, neuen Hühnerstall (Hähnchen).

1954 stellte er einen tüchtigen Mitarbeiter, Erich Fuldner, ein, der den Betrieb Meyer-Köster später als Pächter  übernahm und weiterführte.

Ludwig und Röschen Meyer-Köster zogen – möglicherweise in den Siebziger Jahren - zu ihren Kindern nach Bremen, wo er 1980 und sie 1982 verstarben.


Heimatverein wie hat nun alles angefangen:


Um 1920 / 1930 existierte in Barnstorf ein ”Verschönerungsverein”, eine Art Vorläufer eines Heimatvereines.

Am 3.3.1953 kam die Anregung vom damaligen Bürgermeister Ludwig (Lui)  Wetenkamp, in Barnstorf einen Heimatverein zu gründen. Die Idee verlief im Sande, andere Dinge waren vordergründig wichtiger.

Im Herbst 1988 hatte Dr. Remmer Ackermann von der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte zu einer Exkursion in die Markonah eingeladen. Unter den Gästen waren auch Wilhelm Langhorst, damaliger Gemeindedirektor, und Erwin Stellmach. Die beiden lauschten nicht nur dem Exkursions-Vortrag, sondern beschlossen, dass es  ”dringend” erforderlich wäre, einen Heimatverein Samtgemeinde Barnstorf zu gründen.

Beide wollten aber nicht den Vorsitz übernehmen. Nach kurzem Blick in die Runde war man sich einig - nahm Dr. Kurt Müller in die Mitte -achtete nicht mehr auf Käfer, Bäume und Bewuchs, sondern überzeugte Dr. Müller, dass nur er den Vorsitz dieses Vereines übernehmen könne.

Am 23. Mai 1989 wurde der Heimatverein Samtgemeinde Barnstorf gegründet, den
Vorsitz übernahm  Dr. Kurt Müller,
sein Vertreter Heinz Kuhlmann
Kassenwart Hugo Hubelitz
Schriftführer Rolf Hartmann
Beisitzer Erwin Stellmach
Beisitzer Renate Kruse

Es wurden Ausflüge, Radtouren, Vorträge, Dia-Abende mit Heimatbildern organisiert. Man hielt Ausschau nach einer Heimatstube, nach einem Domizil.

Nach ersten Versuchen in der Gemeinde Eydelstedt, kam - mehr durch Zufall - das Grundstück Meyer-Köster ins Gespräch.

1992 geht das Meyer-Köster-Haus in den Besitz der Fleckensgemeinde Barnstorf über und es wird dem Heimatverein als Heimat- und Kulturhaus zur Verfügung gestellt.